© Gregory Batardon
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Je danse parce que je me méfie des mots

Kaori Ito / Himé

Sie haben während mehr als zehn Jahren nicht mehr miteinander gesprochen, als Kaori Ito 2012 den Kontakt mit ihrem Vater, dem Bildhauer Hiroshi Ito, erneut aufnimmt. Nachdem sie im Laufe ihrer Engagements die ganze Welt bereist hat, kehrt die Tänzerin nach Japan zurück. Das Land leidet noch immer unter den Folgen des Tsunami, der seine Küsten zerstört hat. Sie will nur eines: ein Treffen mit ihrem Vater tänzerisch einfangen. Aber wie soll die nun zwischen ihnen herrschende Kluft reduziert werden? Indem eine künstlerische und menschliche Annäherung heraufbeschworen wird. Der Vater lässt sich also auf das Fragespiel seiner Tochter ein: «Weshalb sind deine Skulpturen so dunkel? Glaubst du an Geister?»... Intime Fragestellungen, die universelle Themen wie der Übergang zwischen Kindheit und Erwachsenenalter oder die Entwurzelung ausloten. Und wenn die beiden Künstler heute in inniger Verbundenheit diese erstarkte Vater-Tochterliebe tanzen, dann deshalb, weil man in Japan den Worten misstraut.


Biographie
Kaori Ito studiert in Tokyo, ihrer Heimatstadt, klassisches Ballett und setzt ihre Ausbildung anschliessend in den Vereinigten Staaten fort. Als Tänzerin arbeitet sie mit Philippe Découflé, Sidi Larbi Cherkaoui und James Thiérée. 2008 choreografiert sie ihr erstes Stück, das von Die Verwandlung von Kafka inspirierte Noctiluque. In weniger als zehn Jahren wird sie zur prägenden Figur der internationalen Szene. Die wandlungsfähige Künstlerin realisiert Videos und wirkt an zahlreichen Projekten mit, insbesondere im Theater.

 

Weitere Produktionen auf Tournee

Robot, l’amour éternel, 2017, 1 Performer, 10x10,5m, ca. 60 min

SoloS, 2009, 1 Performer, 10 x 10,5 m, 40 min.

Text, Regie, Choreografie Kaori Ito
Assistenz der Choreografie Gabriel Wong
Dramaturgie Julien Mages
Bühne Hiroshi Ito
Licht Arno Veyrat
Musik Joan Cambon
Maskenkonzept und oeil extérieur Erhard Stiefel
Kostüme Duc Siegenthaler (Haute École d'Art et de Design de Genève)
Coaching Schauspiel Jean-Yves Ruf
Coaching Stimme Alexis Gfeller
Begleitung Probe Chiharu Mamiya
Tonregie Adrien Maury, Bernard Lévejac et Jean-Marc Istria
Lichtregie Arno Veyrat, Pierre Montessuit, Carole China et Thomas Dupeyron
Produktion Améla Alihodzic (Playtime) et Thierry Tordjman (T&T Productions)
Diffusion Sarah Benoliel

Koproduktion adc - Association pour la Danse Contemporaine, Genève,le Théâtre Garonne scène européenne, Toulouse, le Théâtre de Saint-Quentin-en-Yvelines – Scène nationale, les Théâtres de la Ville de Luxembourg

La Ménagerie de verre, Paris, le Lieu Unique – scène nationale de Nantes, le Klap Maison pour la danse, Marseille, l’Avant-Scène – scène conventionnée de Cognac, le Channel – scène nationale de Calais, la Filature – scène nationale de Mulhouse.
Unterstützung Stadt Genf, SSA (SSA für die choreografische Kreation), Pro Helvetia, La Loterie Romande, La Fondation Ernst Göhner, Direction régionale des affaires culturelles d'Île-de-France - Ministère de la Culture et de la Communication, La Fondation Sasakawa, Arcadi Île-de-France.
Der Verein Himé erhält eine Unterstützung von der Stiftung BNP Paribas für alle seine Projekte.

 

Kontakt
Améla Alihodzic
amela@playtime-prod.fr