© Beatrix Gyenes
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Trophée

Rudi van der Merwe

Drei prachtvoll gekleidete barocke Furien nähern sich dem Publikum, das in gebührendem Abstand auf der als Bühne dienenden Wiese postiert ist und ihre makabren Tänze beobachtet. Es glaubt, durch den hölzernen, die Szenerie zerteilenden Zaun gut vor ihnen geschützt zu sein und kann sich nicht vorstellen, dass die Tänzer diesen schon bald in ein Schlachtfeld verwandeln werden. Die mit Kanonendonner (Live-Percussions von Béatrice Graf) untermalte Performance Trophée ist ein wahrhaftiges Kriegsschauspiel. Ursprünglich sollte es in einem Schiessstand aufgeführt werden – der Hochburg der helvetischen Mythologie. Der choreografische Kreuzzug handelt vom Menschen und seinem Bedürfnis, sein Umfeld abzugrenzen, zu besitzen, zu beherrschen und auszubeuten und soll dazu anregen, die Natur nicht mehr als gewöhnliche Trophäe wahrzunehmen.


Biographie
Rudi van der Merwe studiert Tanz- und Theaterwissenschaft in Südafrika, seinem Herkunftsland. 2002 nimmt er nach einem Studium der Literatur- und Filmwissenschaften an der Universität Strassburg an ex.e.r.ce teil, einem choreografischen Trainingsprogramm unter der Leitung von Mathilde Monnier in Montpellier. Er tanzt für Gilles Jobin und Cindy Van Acker und gründet 2010 seine eigene Compagnie Skree Wolf (‘falschen Alarm schlagen’ auf Afrikaans) in Genf, wo er regelmässig ans La Bâtie, adc oder ans Festival Antigel eingeladen wird.  

 

Weitere Produktionen auf Tournee

Buzz Riot, 2016, 2 Performer, 10 x 10 m, 50 min

Konzept Rudi van der Merwe und Béatrice Graf
Choreografie Rudi van der Merwe

in Zusammenarbeit mit Susana Panadés Diaz, József Trefeli

Performers Claire-Marie Ricarte, József Trefeli, Rudi van der Merwe
Musik Béatrice Graf
Kollaboration Bühne Victor Roy
Kollaboration Kostüme Kata Tòth
Administration Laure Chapel
Produktion Skree Wolf

Koproduktion Festival Antigel
Unterstützung Republik und Kanton Genf

 

Kontakt
Gábor Varga
gabor.varga@gmail.com