Salons d'artistes

Die Salons d’artistes bieten acht Choreografinnen und Choreografen, die nicht im Juryprogramm vertreten sind, die Möglichkeit, ihre bisherige und künftige Arbeit vorzustellen. Dabei werden sie von einem Jury-Mitglied oder der künstlerischen Leitung begleitet, die mit ihrem Schaffen vertraut sind. Die Präsentationen können diskursiver oder performativer Natur sein und finden gebündelt jeweils am Vormitttag statt. Das Programm richtet sich an nationale und internationale Veranstalterinnen und Veranstalter und hat zum Ziel, künftige Kooperationen anzuregen.


Erstmals wurden die Salons d’artistes an den Swiss Dance Days 2017 in Genf durchgeführt und 2019 erfolgreich in Lausanne wiederholt. Für die Ausgabe in Basel wurden Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die sich unter anderem auch dem Tanz für junges Publikum zuwenden.
Nur für Veranstalter zugänglich. Anmeldung erforderlich.

 

Programm:

 

Fr, 4.2. 9h-11h30

Lea Moro

Company Weingartner/Lindh

Perrine Valli

Claire Dessimoz

 

Sa, 5.2. 9h-11h30

Cosima Grand

Johanna Heusser

Thibault Lac & Tobias Koch

Marion Zurbach

 

(J) KUNSTHAUS BASELLAND

© Tina Ruisinger

Lea Moro

Begleitet von Catja Loepfe, Tanzhaus Zürich

Die Schweizer Choreografin und Kulturmanagerin Lea Moro entwickelt seit 2013 Performances, die international touren. Aktuell All Our Eyes Believe für junges Publikum. Moro absolvierte 2018/19 eine Ausbildung in «Systemischer Organisationsberatung» bei artop – Humboldt-Universität Berlin und nahm 2019/20 an dem einjährigen Programm «Kuratieren in den szenischen Künsten» an der Paris Lodron Universität Salzburg teil. Sie hat am DOCH – School of Dance and Circus in Stockholm, der University of the Arts in Helsinki, am HZT Berlin, der Manufacture Lausanne gelehrt. Sie gründete unr kuratiert die Plattform Work it Out und arbeitet als Produktionsdramaturgin am Tanzhaus Zürich.
www.leamoro.com

© Susanna Drescher

Company Weingartner/Lindh

Begleitet von Sandro Lunin, Kaserne Basel und Jurymitglied

Die Schweizer Tänzerin Rebecca Weingartner und der Schwedische Tänzer Benjamin Lindh Medin haben 2019 die Company Lindh & Weingartner mit Sitz in Basel gegründet. Gemeinsam entwickeln sie einen eigenwilligen, dynamischen Stil für Tanz und Performance, ausgehend von ihren diversen künstlerischen Hintergründen, welche zeitgenössischen Tanz, Hip-Hop, Musik und physisches Theater umfassen. Die erste Produktion der Company Lindh & Weingartner für ein junges Publikum EQUALITY! entstand 2020 in Kooperation mit RESO Labor für Junges Publikum in Koproduktion mit dem ROXY Birsfelden. EQUALITY! ist aktuell auf Tournée. 2021 erhält Rebecca Weingartner den Spartenpreis Tanz des Kantons Baselland.

lindh-weingartner.com

© Christian Lutz

Perrine Valli

Begleitet von Adriana Almeida Pees, Theater Freiburg und Jurymitglied

Die in Genf lebende französisch-schweizerische Choreografin Perrine Valli wurde am CNSMD in Lyon, am CDCN in Toulouse und an der London Contemporary Dance School ausgebildet, bevor sie mehrere Praktika, insbesondere in den USA, absolvierte. Mit 25 Jahren gründete sie ihre Compagnie Sam-Hester. Seitdem hat Valli rund zwanzig Tanzstücke produziert, darunter Je pense comme une fille enlève sa robe, Si dans cette chambre un ami attend..., Une femme au soleil und Cloud. wurde Une femme au soleil von der Schweizer Auswahl in Avignon ausgewählt, um im Rahmen des Festivals OFF Avignon im CDCN Les Hivernales aufgeführt zu werden. Im Jahr 2018 erschien ein Buch über ihre choreografische Arbeit bei Éditions Riveneuve.

www.compagnie-sh.com

© Helene Chiron Puissant

Claire Dessimoz

Begleitet von Eric Vautrin, Théâtre de Vidy, Lausanne

Claire Dessimoz (*1988) ist einer Praxis des Kleinen und Subtilen verpflichtet. Sie arbeitet mit Körpern und dem, was diese kommunizieren - durch ihre Präsenz auf der Bühne oder durch ihre Worte, die sie mit Präzision einfängt und wiedergibt. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit gemeinschaftlichen und sozialen Fragen. Wie können wir nebeneinander leben und Raum für Vielfalt, Fehler und Meinungsverschiedenheiten lassen?

Niemals dogmatisch, bietet sie komplizierte, aber fröhliche Stücke, die Vorurteile und Gewissheiten erschüttern und vor allem die Dinge in ihrer ganzen Komplexität zeigen, wobei sie sich aktiv gegen Abkürzungen und Vereinfachungen wehrt.

Ihr viertes Stück CURRENT CURRENTS wurde im Juli 2021 im Arsenic Lausanne (wo sie von 2017 bis 2020 zu Gast war) uraufgeführt. Sie arbeitet bereits an ihrem nächsten Stück für 2023.

www.claire.dessimoz.org

Cosima Grand

Begleitet von Julien Jacquérioz, TLH-Sierre

Cosima Grand absolvierte ihre Ausbildung am CNDC in Angers (F), unter der Leitung von Emmanuelle Huynh. Sie war Mitglied der Cie Marchepied in Lausanne. In Genf studierte sie Communication Multilingue und in Bern Soziolinguistik und Theaterwissenschaften. Sie kollaboriert und performt u.a. mit Aina Alegre, Simone Truong, Chris Leuenberger und Jessica Huber.
Ihre eigene künstlerische Arbeit umfasst: T-R-A-N-S (mit Pia Campos, 2011), Me, myself and I (mit Sabrina Zimmermann, 2013), BeMyselfAndDie (mit Davide Prudente, 2013), CTRL-V(EP) (2. Preis PREMIO 2015), CTRL-V (LP) (2016), Hitchhiking through Winterland (2018), Restless Beings (2021). Cosima ist Mitbegründerin von Residenz Tanz Leuk. 2015 erhält sie den Kulturförderpreis des Kantons Wallis und 2020 erhält sie eine kutlurelle Auszeichnung der Stadt Zürich.

www.cosimagrand.ch

Johanna Heusser

Begleitet von Katharina Germo, Roxy Theater Birsfelden

Die in Basel lebende Tänzerin Johanna Heusser arbeitet seit ihrem Abschluss an der Zürcher HF ZUB mit verschiedenen Compagnien und Choreografen in der ganzen Schweiz zusammen. Sie unterrichtet Tanz und Yoga international. Seit 2016 kreiert sie eigene Werke, die an Theatern und Tanzfestivals in ganz Europa gezeigt werden. Heusser ist Gewinnerin von Atelier Mondial 2018 und Double Tanz 2020. Ihre Arbeit positioniert sich an der Schnittstelle zwischen Tanz und Theater. Sie interessiert sich für kulturelle Praktiken, die auf den Körper und seine kulturelle Konnotation fokussieren und hinterfragt ihre eigene Position als weiße Tänzerin sowie die Auswirkungen eines neoliberalen Systems auf ihre Arbeit und ihren Körper.

https://johannaheusser.ch/

©Daniel Rampulla

Thibault Lac & Tobias Koch

Begleitet von Franziska Schmidt, Kaserne Basel

Parallel zu seinem Studium bei PARTS in Belgien tanzte Thibault Lac 2009 in Jérôme Bel's The Show Must Go On und assistierte Tino Sehgal bei seiner Ausstellung im Guggenheim Museum in New York 2010. Er performt mit Ligia Lewis, Noé Soulier, Eleanor Bauer, Daniel Linehan, Mathilde Monnier, Alexandra Bachzetsis und Daniel Jeanneteau, zudem ist er in Trajal Harrells Projekt Twenty Looks or Paris is Burning in der Judson Church immer wieder präsent. Auch begleitet er Harrells aktuelle Arbeit und ist regelmäßig am Schauspielhaus Zürich mit den Produktionen Köln Concert und Monkey off my back or the cat's meow. Als Autor widmet er sich kollaborativen Projekten: Such Sweet Thunder, entstanden mit dem bildenden Künstler Tore Wallert und dem Komponisten Tobias Koch, gewann den Young Choreographers Prize des Impulstanz Festivals 2019 in Wien. Aktuell präsentiert er Fool's Gold in Zusammenarbeit mit Tobias Koch und Knight-Night, das er mit Bryana Fritz geschrieben hat.

© Gregory Batardon

Marion Zurbach

Begleitet von Anneli Binder, Dampfzentrale Bern

Marion Zurbach begann ihre Ausbildung an der École Nationale Supérieure de Danse in Marseille, bevor sie ans École-Atelier Rudra Béjart Lausanne wechselte. Von 2003 bis 2015 arbeitete sie unter anderem für das Ballet National de Marseille und das Konzerttheater Bern. Im Jahr 2015 gründete Marion in Bern das Künstlerkollektiv Unplush. Seit da arbeitet Unplush regelmässig mit der Dampfzentrale Bern zusammen, tourte in der Schweiz und im Ausland und erhielt 2019 den June Johnson Tanzpreis. 2018 schloss Zurbach ihr Studium an der Hochschule der Künste Bern (HKB) mit dem Master of Theatre and Performance ab. 2020 und 2021 schuf sie Les promises, ein Stück mit Teenagerinnen aus den nördlichen Bezirken Marseilles. 2021 erarbeitet sie ihr neustes Stück Biche.
www.unplush.ch